DoktorandInnenkolloqium 2021: Videokonferenz

Das gemeinsam von der DGT und dem AK Tourismusforschung veranstaltete
„Tourismuswissenschaftliche Kolloquium für Doktorandinnen und Doktoranden“
findet in diesem Jahr am 19. Juli (13:30-16:30 Uhr) und 20. Juli (9:15-12:00 Uhr) statt.

Die Durchführung des Kolloquiums erfolgt aufgrund der Entwicklungen im Zuge der COVID-19-Entwicklung auch in diesem Jahr wieder als Videokonferenz .

Die Veranstaltung richtet sich vor allem an Doktorandinnen und Doktoranden – egal, ob es sich um ein nahezu abgeschlossenes oder noch nicht so weit fortgeschrittenes Promotionsvorhaben aus dem Bereich der Tourismusforschung handelt – sowie deren BetreuerInnen. Darüber hinaus können sich auch weitere interessierte Personen (z. B. angehende Promovierende und Postdocs) zur Teilnahme am Kolloquium ohne eigenen Vortrag anmelden.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht ergänzend zu den Vorträgen und Diskussionen in erster Linie der persönliche Austausch und die Vernetzung unter den etwa 20-30 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Bei Interesse an der Teilnahme bitte Kontaktaufnahme mit den Organisatoren, die den Link zur Veranstaltung übermitteln.

Organisation:
– Prof. Dr. Tim Freytag (tim.freytag@geographie.uni-freiburg.de)
– Prof. Dr. Markus Pillmayer (markus.pillmayer@hm.edu)

Warum wir Tourismusgeographie brauchen – ein Plädoyer

Ergebnisse einer Podiumsdiskussion am DKG 2019 in Kiel

Marius Mayer (Innsbruck), Nadine Scharfenort (Trier); Foto: Ina Voshage

Der Beitrag wurde erstmals im Rundbrief Geographie 285 (Juli 2020, S. 21-27) veröffentlicht.

Bekanntlich stellt der VGDH seit dem Spätsommer 2019 vom analogen „Wer ist wo?“ auf die webbasierte Plattform Geographie.online um. Auch die VerfasserInnen dieses Beitrags folgten der Erinnerungsmail des GEO-Büros Anfang Januar 2020 mit der Aufforderung, ihr Profil zu vervollständigen. Leider fand sich in der langen Auswahlliste bei „Expert*in für“ kein Stichwort, das die Begriffe „Tourismus“ oder „Freizeit“ in irgendeiner Wortkombination enthielt – lediglich in der Rubrik „thematische Arbeitsbereiche“ bestand die Möglichkeit, „Tourismusforschung“ und „Geographische Tourismusforschung“ zu benennen. Schließlich scheiterte die Angabe der „Mitgliedschaft in Arbeitskreisen“ daran, dass der AK Tourismusforschung in der DGfG e.V. (AKTF) (zunächst) nicht gelistet war…

Die Reaktionen, welche die VerfasserInnen häufig erlebt haben, wenn sie unter KollegInnen, bei Vorstellungsgesprächen für Positionen oder bei Fachvorträgen ihre tourismusgeographischen Forschungsaktivitäten erwähnten, spiegelten sich nun auch in der Erfahrung, diese nicht einmal in der Datenbank der eigenen „Innung“ deklarieren zu können. Nicht zuletzt machte sich die Sorge breit, wie es überhaupt mit der Zukunft dieser Forschungsrichtung innerhalb der deutschsprachigen Mutterdisziplin aussieht, wenn selbst der VDGH die Tourismusgeographie als obsolet einstuft. Oder gibt es gar keine Zukunft für die Tourismusgeographie, wie immer mal wieder von FachkollegInnen postuliert?

Genau diesem Dilemma der disziplininternen Rezeption und Zukunft tourismusgeographischer Forschung widmete sich eine von den VerfasserInnen für den DKG 2019 in Kiel initiierte und moderierte Podiumsdiskussion –– mit dem Titel „Quo vadis Tourismusgeographie? – Theorien, Konzepte und empirische Befunde zum Stand einer Disziplin, die 1969 noch nicht existierte“. Eröffnet wurde das Podium mit einem Impuls-Beitrag durch Hans Hopfinger (Eichstätt), der als langjähriger Sprecher des AK Tourismusforschung die Entwicklung der tourismusgeographischen Forschung im deutschsprachigen Raum Revue passieren ließ. Es diskutierten anschließend Werner Gamerith (Passau, Präsident der DGfG), Werner Gronau (Stralsund, Perspektive der Fachhochschulen), Marion Karl (Brisbane/München, Vertreterin des wissenschaftlichen Nachwuchses sowie einer internationalen Perspektive), Frauke Kraas (Köln, Außenperspektive auf Tourismusgeographie) sowie Dieter K. Müller (Umeå, Vorsitzender der IGU Commission on Tourism, Leisure and Global Change, internationale Perspektive).

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