Deutscher Kongress Geographie Kiel 2019

2019 werden es 50 Jahre her sein, dass sich in der Geographie beim berühmt-berüchtigten Geographentag in Kiel 1969 eine veritable wissenschaftliche Revolution ereignet hat! Das Fach Geographie hat sich seitdem gewaltig verändert — auch die Tourismusgeographie, die es 1969 als institutionalisierte Teildisziplin im Mutterfach noch gar nicht gegeben hat!
Nun findet 50 Jahre nach diesem denkwürdigen Geographentag der Deutsche Kongress Geographie vom 25.-30. September 2019 erneut in Kiel statt: Das Kongressmotto „Umbrüche und Aufbrüche. Geographie(n) der Zukunft“ nimmt Bezug zu 1969, will aber mehr noch in die Zukunft weisen.
Der Arbeitskreis Tourismusforschung wird mit zwei Veranstaltungen am Kongress beteiligt sein wird:
  • Mit der Frage „Quo vadis Tourismusgeographie?“ wird sich ein Diskussionsforum mit Theorien, Konzepten und empirischen Befunden zum Stand einer Disziplin, die 1969 noch nicht existierte, beschäftigen (ein kurzes Abstract zum Forum findet sich hier)
  • Die zweite Fachsitzung ist dem Thema „Overtourism! Ende des Tourismus, Ende der Tourismusgeographie?“ gewidmet. Hier finden Sie den CfP. Für die Sitzung können bis 25.1.2019 Vortragsvorschläge (max. 1 Seite) über den folgenden Link
eingereicht werden. Die Organisatoren der beiden Veranstaltungen freuen sich über Ihr Interesse und Ihre Teilnahme.

DoktorandInnenkolloquium 2018: Köln

Tourismuswissenschaftliches Kolloquium für Doktorandinnen und Doktoranden am 08./ 09. Oktober 2018 in Köln

Am 8. und 9. Oktober 2018 hat sich eine Gruppe von Doktorandinnen und Doktoranden an der Deutschen Sporthochschule in Köln für einen intensiven Austausch über aktuelle Fragen der Tourismusforschung getroffen. Die Veranstaltung wurde in Kooperation des AK Tourismusforschung (AKTF) und der Deutschen Gesellschaft für Tourismuswissenschaft (DGT) von Tim Freytag (Freiburg) und Anita Zehrer (Innsbruck) geplant und mit Unterstützung von Ralf Roth (Köln) vor Ort ausgerichtet. Im Anschluss an Kurzbeiträge von vier Doktorandinnen und Doktoranden wurden sechs weitere Promotionsvorhaben ausführlich vorgestellt und in einem regen Austausch diskutiert. Das vorab auf einen kleinen Teilnehmerkreis von etwa 20 Personen begrenzte Veranstaltungsformat mit Workshop-Charakter hatte sich bereits in den vergangenen Jahren bewährt. Die Vortragenden konnten das Kolloquium als geeignete Plattform für einen offenen, disziplinübergreifenden und kritisch-konstruktiven Austausch über die laufenden Arbeiten nutzen.

Am Anfang des ersten Veranstaltungstags standen die Kurzbeiträge von Michael Domsalla (Leuphana), Eva Erdmenger (Trier), Anne Köchling (FH Westküste) und Nora Winsky (Freiburg). Daraufhin präsentierte Steffen Spiegel (Hochschule Bremen / Vechta) im ersten Vortrag seine Arbeiten über „Die Theorie der Destination Governance als Instrument zur Begründung einer Destination – dargestellt am wassertouristischen Potential der Aller“. Stefanie Haselwanter (MCI Innsbruck / Eichstätt-Ingolstadt) richtete mit ihrem Vortrag den Fokus auf „Entrepreunerial Leadership: Ein Erklärungsansatz zur Charakterisierung von entrepreneurial Leadern im räumlichen Handlungskontext. Das Programm wurde durch einen Rundgang über das Gelände der Deutschen Sporthochschule und ein gemeinsames Abendessen abgerundet.

Zum Auftakt des zweiten Tages präsentierte Astrid Keller (Duisburg-Essen) ihr Dissertationsprojekt in einem Vortrag zum Thema „Tourismus als Instrument zur nachhaltigen Entwicklung und zum Ausgleich räumlicher Disparitäten in Ecuador: Das Fallbeispiel Mindo“. Im anschließenden Beitrag zum Promotionsvorhaben von Maximilian Witting (LMU München) ging es um „Wirtschaftliche Effekte des Klimawandels für den Skitourismus – eine nachfrageseitige Betrachtung am Beispiel dreier bayerischer Skigebiete“. Marlena Passauer (LMU München) stellte ihre Forschungsarbeiten über „Das Segment der Nicht-Reisenden in Deutschland“ vor. Im sechsten Vortrag präsentierte Julian Reif (FH Westküste / Bonn) sein Promotionsvorhaben zum Thema „Aktionsräumliches Verhalten in städtischen Destinationen – ein Vergleich digitaler Methoden zur mobilen Positionierung von Touristen“.

Aus den Vorträgen wurden die Beiträge von Stefanie Haselwanter und Marlena Passauer für die Prämierung mit dem Best Paper Award 2018 der DGT ausgewählt. Die Verleihung des Preises erfolgt anlässlich der DGT-Jahrestagung im November 2018 in Sankt-Peter-Ording und Husum. Die Teilnahmemodalitäten für das nächste Tourismusforschungskolloquium für Doktorandinnen und Doktoranden werden voraussichtlich im Frühjahr 2019 von AKTF und DGT bekanntgegeben.

Tim Freytag und Anita Zehrer

Der AKTF beim DAVO-Kongress 2018

Beim Kongress der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Vorderer Orient, der vom 4.-6. Oktober in Frankfurt stattfinden wird, organisiert der Arbeitskreis Tourismusforschung ein panel zum Thema „Tourism to and from the Arab World: Challenges, Potentials and Risks“. Das panel wird am Freitag 5. Oktober in der Zeit von 14.30 bis 16.30 Uhr stattfinden. Details sind hier zu finden.

Der AKTF beim Weltkongress der Wirtschaftsgeographie 2018 in Köln

In der Wirtschaftsgeorgraphie hat sich in den letzten Jahren ein neuer, spannender Ansatz entwickelt, die sog. Evolutionary Economic Geography (EEG). Was bedeutet diese für die Tourismusforschung, welche Neuansätze, Methoden und theoretische Erklärungskonzepte ergeben sich daraus? Wie läßt sich dieser Neuansatz in der Tourismusforschung operationalisieren? — Ein Bündel spannender Fragen, die Gegenstand einer Fachsitzung sein werden, die im Rahmen der „4th Global Conference on Economic Geography“ in Köln vom 24.-28. Juli 2018 durchgeführt wird. Titel  der Fachsitzung: „Evolutionary approaches in the economic geography of tourism: State-of-the-art and new avenues for research“. Der Call for Papers ist hier abrufbar. Beiträge werden bis zum 15.3.2018 erbeten. Für Rückfragen steht Marius Mayer als Mitglied des Vorstands im Arbeitskreis Tourismusforschung und als Mitorganisator der Veranstaltung zur Verfügung.